Wie macht man gute Referenzfotos für hochwertige 3D-Produktvisualisierungen und 3D-Produktanimationen?
Gute Referenzfotos sind für 3D-Produktvisualisierungen und 3D-Produktanimationen sehr wichtig, da Deepframes mit Hilfe der Referenzfotos sowohl die Materialverteilung ableiten kann (also welches Teil welches Material bekommt). Weiterhin sind auch die subtileren Materialeigenschaften wie die Bürstung von Metallen oder die Struktur von Plastik auf Fotos gut ersichtlich.
Am besten ist es natürlich immer, wenn das echte Produkt bei uns im Büro vorliegt, aber das ist oft aus logistischen Gründen schwierig bis unmöglich, sodass es einfacher ist, wenn die Referenzfotos von unseren Kunden angeliefert werden. Im Folgenden zeige ich am Beispiel eines 3D-Druckers exemplarisch wie ich so ein Produkt fotografieren würde, wenn es bei mir im Büro ist.
Equipment:
Die Kamera eines modernen Smartphones ist in der Regel ausreichend. Teilweise ist ein Smartphone einer Spiegelreflexkamera oder Systemkamera mit größerem Sensor sogar vorzuziehen, da die Tiefenschärfe beim Smartphone höher ist – es gibt also weniger unscharfe Bereiche im Bild was für die Erkennbarkeit von Details von Vorteil ist. Die Auflösung der Fotos sollte mindestens 2000 Pixel betragen – höhere Auflösungen sind natürlich besser.
Umgebung:
Es sollte in einem relativ hellen Raum, oder auch draußen fotografiert werden. Vermeiden Sie gegenlichtige Aufnahmen direkt vor Fenstern, da hier wenig zu erkennen ist.
Sequenz 1: 8-12 Totalen
Im ersten Schritt mache ich 8-12 Bilder vom Produkt in 30-45-Grad-Schritten, auf denen das gesamte Produkt gut zu sehen ist. Das Produkt sollte möglichst groß auf dem Bild zu sehen sein, ohne am Rand abgeschnitten zu werden.
Sequenz 2: Oben/Unten/Offen/Rückseite
Ergänzend zu den Totalen aus Schritt 1 gibt es häufig Stellen am Produkt wie die Produktunterseite oder die Produktrückseite, die noch nicht gut zu erkennen sind. Lässt sich das Produkt öffnen, ist auch eine Darstellung im geöffneten Zustand sinnvoll.
Bei unserem 3D-Drucker-Testobjekt habe ich im zweiten Schritt Fotos von oben, von unten und mit geöffneter Tür gemacht.
Sequenz 3: Detailbilder:
Bei komplexen Produkten und auch für 3D-Visualisierungen von Closeups sind zusätzliche Detailfotos hilfreich um auch diese Stellen genau nachbauen zu können.
Bei unserem 3D-Drucker Testobjekt habe ich zum Beispiel Bilder vom Druckkopf, Innenraum, Kabelkette, diversen Anschlüssen und eingeschaltetem Display gemacht.
Fazit
Referenzfotos sind also einfach zu machen, wenn man weiss, worauf es ankommt. Angefangen von Totalen über Die Rück-/Unterseite und zusätzliche Detailbilder haben wir sehr gutes Referenzmaterial um den digitalen Zwilling eines 3D-Druckers für eine 3D-Visualisierung oder 3D-Animation zu erstellen.
































