Produkte besser vermarkten - Verschiedene Motive und ihre Wirkungen
Bei der Vermarktung von Produkten stellt sich die Frage, welche 3D-Produktvisualisierungen die Vermarktung eines Produktes optimal unterstützen.
Grundsätzlich kann man sagen, dass mehr Bilder für den Verkauf besser sind als nur ein einziges Bild. Eine Webseite oder eine Broschüre wird vor allem dadurch interessant und spannend, wenn es eine Abwechslung bei den Bildmotiven gibt. Zum Beispiel wäre dies durch die Kombination von einem Rangemotiv, zwei Totalen und einigen Detaildarstellungen möglich.
Wichtig ist, dass die 3D-Produktvisualisierungen den potenziellen Kunden sowohl auf Informationsebene überzeugen, und dass die Bilder auch emotional ansprechen.
Bei Webseiten und Printmaterial die Texte enthalten, sollten die 3D-Produktvisualisierungen immer auf den Text abgestimmt sein. Erläutert ein Text zum Beispiel ein wichtiges Produktfeature, unterstützt ein passendes Bild bei der Message.
Produktvisualisierung Schräge Totale
Eine 3D-Produktvisualisierunge mit einer schrägen Totale zeichnet sich dadurch aus, dass die Kamera schräg zum Produkt steht und das Produkt ganz zu sehen ist. Für die meisten Produkte ist dies eine interessante und spannende Variante das Produkt zu zeigen, denn das Produkt bekommt dadurch auch eine dynamische Wirkung. Wichtig ist dabei darauf zu achten, das Produkt von seiner Schokoladenseite zu zeigen. Ergänzend zur Schokoladenseite kann das Produkt aber auch in einem zweiten Bild von der Rückseite gezeigt werden, umzusätzliche Produktinformationen sichtbar zu machen.
Produktvisualisierung - Gerade Totale
Eine 3D-Produktvisualisierung gerade Totale zeigt das Produkt hauptsächlich von einer Seite und die Kamera steht frontal zum Produkt – dadurch hat ein Bild nur einen Fluchtpunkt. Eine 3D-Visualisierung dieser Art strahlt stabilität aus und ist damit eine gute Ergänzung zur dynamischen Perspektive. Gerade Perspektiven sind von allen 6 verschiedenen Seiten möglich – eine zusätzliche Ansicht von Oben kann beispielsweise bei einigen Produkten sehr informativ sein.
Produktvisualisierung Orthogonale Perspektiven
Eine orthogonale Perspektive ist der geraden Perspektive sehr ähnlich, besitzt jedoch keinen Fluchtpunkt. Die 3D-Produktvisualisierung wirkt damit mehr wie eine technische Zeichnung und nicht wie ein Foto, wodurch man auch den Aufbau des Produktes gut erklären kann. Orthogonale Perspektiven eignen sich gut um Beschriftungen oder Vermaßungen anzubringen.
Detailbilder
Detailbilder zeigen einen interessanten und wichtigen Teil eines Produktes vergrößert und sprechen damit die Emotionen des Betrachters an. Gerade wenn man beispielsweise auf einer Webseite in einem Text über ein Produktfeature spricht, ergänzt eine passende 3D-Produktvisualisierung (wie im Beispiel ein Detailbild der Höhenverstellung) das beworbene Feature. Der potenzielle Kunde versteht damit den Text und das Produktfeature besser was sich auf seine Kaufentscheidung positiv auswirkt.
Produktrange
Ein Produkrange-motiv zeigt mehrere Produkte zusammen auf einem Bild und eignet sich zum Beispiel für die Startseite einer Webseite oder für Messeauftritte. Dieser Klassiker der 3D-Produktvisualisierung eignet sich um eine ganze Produktfamilie zu bewerben.
Schnittdarstellungen
Durch das aufschneiden bzw wegblenden eines Bildausschnittes wird sichtbar, was dahinter passiert. Neben Festkörpern lassen sich auch Flüssigkeiten als Schnittdarstellung darstellen um Füllstände zu zeigen.
Explosionsdarstellungen
Bei Explosionsdarstellungen werden die verschiedenen Teile eines Produktes auseinandergefahren, sodass der Aufbau eines Produktes einfach verstehbar wird.
Xray-Look
Durch einen X-Ray Look können wir durch die Hülle eines Objektes schauen und damit sichtbar machen was dahinter liegt. Durch die Andeutung der Hülle bleibt der Gesamtkontext erhalten, was eine ausgewogene Kombination zwischen Detail und Verortung ermöglicht.
Overlays zur Informationsvermittlung
Mit Overlays können wir eigentlich unsichtbare Strömungen von Luft, Flüssigkeiten sowie Sensordaten visuell in einem Bild kommunizieren. Dadurch werden komplexe Zusammenhänge leicht verständlich.
Produktvisualisierung mit virtueller 3D-Umgebung
Bilder auf neutralem Hintergrund wie auf Weiß oder grau sind wichtig für’s Marketing, können aber auf Dauer auch etwas eintönig werden. Durch eine stimmungsvolle Umgebung wird auch die Wahrnehmung des Produktes emotionaler. Für eine 3D-Produktvisualisierung wird die Umgebung des Produktes oft in 3D-Modelliert, alternativ bietet sich auch ein Stock-Bild zum Beispiel von Adobe Stocks oder Shutterstock an.
Animierte Gifs für Produkte
Animierte Gifs zeigen kurze 3D-Produktanimationen und sind eine interessante Abwechslung zu statischen Bildern. Sie schlagen damit auch die Brücke zu längeren 3D-Animationen.
Was ist Photogrammetrie?
Was ist Photogrammetrie und wie funktioniert sie?
Photogrammetrie ist eine Technologie, welche es ermöglicht, mit Hilfe von Fotos ein 3D-Modell eines real existierenden Objektes zu generieren. Photogrammetrie ist damit eine Alternative zur 3D-Modellierung eines Objektes mit digitalen Modellierungswerkzeugen wie Polygonalem Modellieren. Die resultierenden 3D-Modelle können in realistischen 3D-Produktvisualisierungen verwendet werden, oder auch in 3D-Animationen.
Für welche Objekte eignet sich Photogrammetrie?
Photogrammetrie eignet sich besonders gut für 3D-Modelle, die möglichst realistisch sein sollen und die schwer mit den normalen 3D-Modellierungswerkzeugen zu erstellen sind – beliebte Beispiele hierfür sind Backwaren wie Brote, Brezeln, Croissants oder auch Steine und Felsen. Diese Objekte sind schwer mit 3D-Modellierungswerkzeugen zu erstellen, da sie viele kleine Details haben, die schwer nachzumodellieren sind.
Wie funktioniert Photogrammetrie?
Photogrammetrie besteht aus 3 Phasen – in Phase 1 werden Photos von allen Seiten des Objektes aufgenommen. In Phase 2 wird aus den Photos mit der speziellen Photogrammetrie-Software ein 3D-Modell berechnet. Das generierte 3D-Modell wird in Phase 3 anschließend nachbearbeitet und für die Zielanwendung exportiert.
Photogrammetrie Phase 1 - Fotoshooting
Für die Photos ist eine gleichmäßige Ausleuchtung des Objektes besonders wichtig ohne Schlagschatten, die in jedem Bild anders fallen – eine Möglichkeit dafür ist, mit einem Fotozelt zu arbeiten. Für beste Ergebnisse benutzt man eine DSLR-Kamera im RAW-Format, möglich ist aber auch, mit einer guten Handykamera die Fotos zu machen.
Die Fotos werden dabei in 4 verschiedenen Höhen aufgenommen, je Höhe zum Beispiel in 20 Grad Abschnitten. 4×18 Bilder ergibt dabei insgesamt 72 Bilder.


Photogrammetrie Phase 2 - Rekonstruktion in der Photogrammetriesoftware
In Phase 2 werden die Bilder in eine Photogrammetrie-Software geladen – die Hauptkonkurrenten am Markt sind Agisoft Photoshape und Reality Capture.
In der Photogrammetrie Software wird dabei zunächst der Hintergrund ausmaskiert, die Berechnung über eine grobe Punktwolke, eine feinere Punktwolke bis hin zum polygonalen 3D-Modell kann dabei mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Im letzten Schritt wird an dieser Stelle die Textur aus den Bildern generiert, damit die Brezel auch nach Brezel aussieht.
Photogrammetrie Phase 3 - Nachbearbeitung und Optimierung
Das fertige 3D Modell bekommt jetzt noch den letzten Schliff – zum Beispiel eine farbliche Anpassungen der Textur, das Schließen von Löchern am Boden. Ziel der Photogrammetriesoftware ist ersteinmal das 3D-Modell möglichst detailiert auszugeben, was eine geoße Datenmenge bedeutet. Für Metaverse-Anwendungen wie Virtual Reality und Augmented Reality bedeutet dies, dass die Datenmenge zum Beispiel über Texture Baking reduziert und optimiert werden muss. Das entstandene 3D Modell der Brezel können Sie hier beliebig drehen:
Kann man alle Objekte mit Photogrammetrie digitalisieren?
Photogrammetrie eignet sich vorwiegend für Objekte mit rauen Oberflächen und vielen Oberflächendetails wie der Brezel in unserem Beispiel – weniger geeignet sind zum Beispiel weiß lackierte Tische – da diese kaum Oberflächendetails haben und spiegelnd sind oder auch Objekte mit transparenten Materialien. Auch Vegetation wie Bäume sind schwer mit Photogrammetry zu digitalisieren.
Wie lange rendert eine 3D-ANIMATION?
WIE LANGE RENDERT EINE 3D-ANIMATION?
Was genau ist 3D-Rendering was hat das mit der Renderzeit zu tun?
3D-Rendering ist der Berechnungsprozess des 3D-Programms in dem das finale Bild mit allen Lichtquellen und Materialeigenschaften wie Reflexionen berechnet wird. Diese Berechnungen sind die Grundlage für eine hochwertige Bildwirkung. Ohne aufwändiges 3D-Rendering hat man eine mit Computerspielen vergleichbare Qualität.
Wie lange rendert ein Bild?
Ein Bild rendert auf einer dafür spezialisierten CPU wie AMDs Threadripper zwischen 10 Sekunden und 5 Stunden. Das ist eine große Spannweite, denn die Renderzeiten eines Bildes werden dabei von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
- Größe des Bildes: große Auflösungen rendern länger, kleine Auflösungen wie 500×500 Pixel rendern kürzer
- Anzahl und Komplexität der 3D Objekte
- Renderqualität: hochwertige Bilder ohne Bildartefakte wie Rauschen rendern länger
- Anzahl der Lichter: je mehr Lichtquellen, desto länger rendert ein Bild
- Realistische Spiegelungen und Lichtbrechungen wie Glas lassen ein Bild länger rendern
Während der Gestaltung einer 3D-Produktanimation wird das Bild mehrmals gerendert. Es fängt mit ersten Rendertests an, in denen mit niedrigerer Renderqualität erste Materialeinstellungen und auch Lichteinstellungen getestet werden. In einem iterativen Prozess wechselt man dann zwischen Materialeinstellungen und Rendertests bis das Bild final ist.
In diesem Video sehen Sie wie die 3D-Software 3ds Max mit V-Ray ein Bild eines Autos in einer kleinen Auflösung rendert:
Wie lange rendert eine 3D Animation?
Eine 3D-Animation besteht aus vielen Einzelbildern, meistens 25 Bilder pro Sekunde. Hat man beispielsweise eine 10-sekündige 3D-Produktanimation bei welcher ein einziges Bild 10 Minuten rendert, so werden für die gesamte 3D-Produktanimation 250 Bilder gerendert. Für die Berechnung der gesamten Renderzeit bedeutet das:
250 Bilder x 10 Minuten/Bild = 2500 Minuten = 41,66 Stunden
Ein einziger Renderdurchgang für die 10-sekündige 3D-Produktanimation rendert also 41,66h – also ungefähr 1.7 Tage. Da es während der Produkten jeder 3D-Animation zu mehreren 2-5 Renderdurchgängen kommt sollte man diese zusätzliche Zeit noch mit einplanen.

Wie reduziert man die Renderzeit?
Abseits der offensichtlichen Möglichkeiten, die Renderauflösung zu reduzieren, oder die Renderqualität zu reduzieren gibt es weitere Möglichkeiten welche die Qualität der 3D-Animation nicht negativ beeinflussen:
Einsatz von mehreren Computern bzw. Renderfarmen:
Deepframes verwendet mehrere Computer die über Netzwerkverbindungen zu einer Renderfarm zusammengeschlossen sind. Die spezielle Rendermanagementsoftware Thinkbox Deadline ordnet dabei über eine Datenbank jedem Rechner die Aufgaben und Bilder zu. Alternativ gibt es auch externe Renderfarmen wie die Rebus Farm.
Einsatz von Denoisingalgorithmen:
Moderne Renderer wie V-Ray benutzen sogenannte Denoising-Funktionen. Dabei wird die Renderqualität – genauer gesagt der Noise – bei der Bildberechnung erhöht, was zu deduzierten Renderzeiten führt. Dieser Verlust an Bildqualität wird dann in einem Post Process durch den Einsatz von Denoising Alghorithmen wieder größtenteils ausgeglichen.
Baking:
Bei sogenannten Flythrough-3D-Animationen – also beispielsweise 3D-Produktanimationen in denen sich nur die Kamera bewegt, die Objekte aber statisch sind – müssen bestimmte Prozesse wie die Berechnung von indirekter Beleuchtung (GI) nicht für jedes Bild neue berechnet werden. Hier bietet es sich an, diese indirekte Beleuchtung einmal zu berechnen und als Datei zu speichern, die dann für alle Bilder verwendet werden kann.
Kostenloses Storyboard Template für 3D Animationsfilme
Kostenloses Storyboard Template für 3D-Animationen
Wenn es um die Vermittlung von Inhalten durch 3D-Animationen geht, ist ein Storyboard ein wichtiges Planungstool in der Vorbereitungsphase. In erster Linie dient es dazu festzulegen WAS in welcher Reihenfolge zu welchem Text gezeigt werden soll. Bei 3D-Produktanimationen mit Sprechertext bestimmt die Länge der jeweiligen Texte dann auch das Timing – das Bild richtet sich also immer nach dem Text und nicht umgekehrt. Sind Texteinblendungen geplant, bestimmen diese auch die Bildkomposition und damit auch die Bildgestaltung.
Natürlich gibt verschiedene Möglichkeiten und Formen ein Storyboard zu gestalten – dieses Storyboard Template ist jedoch für 3D-Produktanimationen optimiert:
Auf dem Deckblatt finden sich zunächst einige Informationen über Titel, Projektname und technische Details wie Auflösung, Framerate und geplante Gesamtlänge. Ausserdem sind Felder für eine allgemeinere Beschreibung – also beispielsweise das Ziel des Filmes und ein Feld für die Stimmung angelegt.
Die einzelnen Einstellungen werden in 10er Schritten nummeriert – was später ein Einfügen von neuen Einstellungen noch möglich macht. Neben einem repräsentativen Bild für die jeweilige Einstellung sind Felder für Sprechertext und ein Beschreibungsfeld angelegt. Die Textlänge ergibt sich durch die Formel für die Länge eines Sprechertextes.
Mit dieser Formel ermitteln Sie die Länge eines Sprechertextes
Mit dieser Formel ermitteln Sie die Länge eines Sprechertextes
In der Konzeptionsphase einer 3D-Produktanimation steht man immer mal wieder vor der Aufgabe die Länge eines Sprechertextes in Sekunden zu ermitteln. Das ist vor allem wichtig, wenn Sie sich eine bestimmge Filmlänge von beispielsweise 90 Sekunden vorgenommen haben. Der Text darf also nicht zu viele oder zu wenige Wörter enthalten um auf die 90 Sekunden zu kommen.
Die Formel lautet:
Textlänge in Minuten = Anzahl der Zeichen mit Leerzeichen / 900
Beispiel: Hat eine 3D-Animation einen Sprechertext mit Leerzeichen insgesamt 1800 Zeichen, so teilt man 1800 durch 900. Es ergibt sich also eine Länge von 2 Minuten für die 3D-Animation.
Das Ergebnis ist natürlich nur ein erster Anhaltspunkt und je nach Sprechgeschwindigkeit des Sprechers können sich ein paar Sekunden Abweichung ergeben. Auch größere Sprechpausen oder Bildeinstellungen in denen nicht gesprochen wird wie Logoeinblendungen beeinflussen zusätzlich die Länge der 3D-Animation.




































